Wärmepumpe im Altbau — geht das?

Ja, in vielen Bremer Altbauten geht eine Wärmepumpe — aber nicht in allen, und es entscheidet nicht das Baujahr. Entscheidend ist, ob Ihre Heizkörper das Haus mit einer Vorlauftemperatur von etwa 55 Grad warm bekommen. Das lässt sich an einem kalten Tag in einer Woche messen, und wir sagen Ihnen ehrlich, wenn die Antwort nein lautet.
Der Test, den Sie selbst machen können
Stellen Sie an einem kalten Tag die Vorlauftemperatur Ihrer Heizung schrittweise auf 55 Grad herunter und lassen Sie sie zwei Tage so laufen. Werden alle Räume warm, ist Ihr Haus wärmepumpentauglich, ohne dass ein einziger Heizkörper getauscht werden muss. Bleibt ein Raum kalt, ist es meist genau einer — und dann geht es um einen größeren Heizkörper, nicht um eine Fassadendämmung. Das ersetzt keine Heizlastberechnung. Es sagt Ihnen aber in zwei Tagen kostenlos, ob sich das Gespräch lohnt.
Was im Bremer Altbau zu prüfen ist
Vorlauftemperatur
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe arbeitet umso effizienter, je niedriger die Vorlauftemperatur ist. Unter 45 Grad ist gut, bis 55 Grad ist wirtschaftlich, darüber wird es teuer im Betrieb. Die Zahl hängt an den Heizkörperflächen, nicht am Dämmzustand allein.
Heizlast, gerechnet statt geschätzt
Die Heizlast bestimmt die Größe des Geräts. Wer sie überschätzt, kauft eine zu große Wärmepumpe, die taktet und Strom frisst. Wir rechnen sie raumweise, nicht über eine Faustformel pro Quadratmeter.
Aufstellort und Schall
In der Bremer Neustadt stehen die Häuser eng. Die Außeneinheit muss so stehen, dass sie nachts am Nachbarfenster die Richtwerte einhält. Das ist hier die häufigste Einschränkung — häufiger als die Technik im Haus. Wir prüfen den Abstand beim Aufmaß.
Warmwasser
Warmwasser braucht 60 Grad für die Legionellenschaltung. Das schafft jede Wärmepumpe, aber mit schlechterer Arbeitszahl. In größeren Häusern kann eine Frischwasserstation günstiger laufen als ein großer Speicher.
Stromanschluss
In Altbauten liegt teilweise noch eine 3 x 35-A-Hauptsicherung ohne freie Reserve. Ob der Anschluss reicht, klärt der Netzbetreiber wesernetz — das läuft parallel zum Förderantrag und dauert einige Wochen.
Was eine Wärmepumpe kostet
28.000 bis 42.000 € vor Förderung
Einfamilienhaus, Heizkörper bleiben
28.000 bis 34.000 €
Luft-Wasser-Wärmepumpe, Pufferspeicher, Hydraulik, Abgleich
Einfamilienhaus, einige Heizkörper neu
32.000 bis 38.000 €
Luft-Wasser-Wärmepumpe, Pufferspeicher, Hydraulik, Abgleich, dazu drei bis sechs größere Heizkörper
Zweifamilienhaus
38.000 bis 48.000 €
größeres Gerät, Frischwasserstation, getrennte Kreise
Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude sind bis zu 70 Prozent Zuschuss möglich: Grundförderung, Klimageschwindigkeitsbonus, Einkommensbonus und Effizienzbonus zusammengenommen. Bezogen ist das auf höchstens 30.000 € förderfähige Kosten im Einfamilienhaus. Bei 34.000 € Gesamtkosten und 55 Prozent Förderquote bleiben rund 17.500 € bei Ihnen. Den genauen Satz rechnen wir im Angebot vor. Stand: August 2026 — die Fördersätze werden politisch angepasst, wir prüfen den aktuellen Stand vor jedem Angebot.
Was den Preis bestimmt
- 1Wie viele Heizkörper größer werden müssen.
- 2Ob eine Kernbohrung durch die Kelleraußenwand nötig ist.
- 3Die Länge der Leitung zwischen Außeneinheit und Technikraum.
- 4Ob der Stromanschluss ertüchtigt werden muss.
- 5Die Warmwasserlösung — Speicher oder Frischwasserstation.
Projektbeispiele
Heizung
Heizungsanlage und Gasarbeiten im Altbau
Neue Heizungsanlage in einem Altbau, dazu Gasarbeiten. Kostenvoranschlag und Rechnung stimmten überein.
Bremen · 12.000 bis 18.000 €
Häufige Fragen
Was kostet eine Wärmepumpe im Altbau in Bremen?
Funktioniert eine Wärmepumpe in einem ungedämmten Altbau?
Wie laut ist die Außeneinheit für die Nachbarn?
Was passiert, wenn die Wärmepumpe im Winter nicht reicht?
Was ist, wenn Sie sagen, es geht nicht?
Wie lange dauert der ganze Vorgang?
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Wärmepumpe prüfen lassen?
Sagen Sie uns das Baujahr und ob Sie den 55-Grad-Test schon gemacht haben.